Body Image Arbeit: Sinnlichkeit und Lust als Tools aus der Sexualtherapie

Body Image kann uns beim Sex ziemlich in die Quere kommen!

Menschen, die ihren Körper – oder Teile davon – übermäßig kritisch sehen und abwerten bzw. ganz generell ihre sexuelle Attraktivität am Körpergewicht festmachen, fühlen sich oft in ihrer eigenen Haut nicht (mehr) wohl und sind im Selbstwertgefühl beeinträchtigt.

Gerade bei Frauen, aber auch zunehmend bei Männern, kann sich das negativ auf die Sexualität auswirken.

In der eigenen Verunsicherung und Ablehnung wird auch meistens von einer negativen Beurteilung von Seiten des Gegenübers ausgegangen. Unabhängig von der realen Einschätzung des Partners oder der Partnerin, kann die Überzeugung, als unattraktiv gesehen zu werden, zu Rückzug und zum Vermeiden sexueller Aktivitäten führen.

Es kommt zu Hemmungen, sich nackt zu zeigen und berührt zu werden, was das Erleben von Sinnlichkeit und Lust blockiert. Störende Gedanken, Zweifel und Selbstkritik hinsichtlich der sexuellen Anziehungskraft verhindern dabei, sich dem Augenblick hinzugeben und loszulassen. Mit einem negativen Body Image kann man oft „den Kopf im Bett nicht ausschalten“.

Hier kommt es häufig zu Auswirkungen auf den sexuellen Zyklus: Das sexuelle Interesse und die Lust lassen nach, bzw. stellen sich zunehmend Probleme bei der Erregung und dem Orgasmus ein.

Workshop

Dieser Workshop verknüpft die beiden Aspekte Body Image und Sexualität. Dabei greifen klinisch-psychologische Ansatzpunkte auch Wechselwirkungen auf. So kann einerseits die therapeutische Arbeit am Body Image den Raum eröffnen, Sexualität freier und (selbst)bewusster zu gestalten. Andererseits können sexualtherapeutische Ansätze zu Sinnlichkeit, Lust und achtsamer Sexualität auch eine neue Perspektive auf den eigenen Körper und die Selbstwahrnehmung ermöglichen.

Im Vordergrund stehen konkrete Übungen und Techniken, aber auch Elemente der Selbstreflexion und -erfahrung.

 

Inhalte

  • „Ich fühle mich nicht mehr wohl in meiner Haut“…. Über die Eigenwahrnehmung und den Umgang mit unserem Körper als zu Hause
  • „Was bedeutet Sinnlichkeit, Weiblichkeit und Schönheit für mich?“ …. Welche Konzepte prägen unser Selbst- und Körperbild? Woher kommen sie und wie sinnvoll sind sie?
  • „Wie kann ich einen neuen Zugang finden?“ …. Die Beziehung zum Körper neu erleben und neu gestalten mittels Selbstzuwendung
  • „Wie kann ich nur endlich den Kopf ausschalten?“ …. Über den Umgang mit dysfunktionalen Kognitionen
  • „Jeder kennt Achtsamkeit, keiner tut es“. Wie man Achtsamkeit im täglichen Leben etabliert: Vom achtsamen, genußvollen Essen über Sex im Flow Zustand
  • „Da stecke ich fest“ … Über die Arbeit an sexuellen Blockaden und Hemmungen
  • „Was tun, wenn die Lust fehlt?“ … Selbsthilfestrategien bei Lustlosigkeit in der solitären und der partnerschaftlich gelebten Sexualität
  • „Wie bringe ich wieder frischen Wind und Aufregung ins Bett?“ … Über den Mut zu Grenzüberschreitungen und Hingabe
  • 06.10.2022

  • 10.00 - 18.00 Uhr

  • Zoom

  • 299,00 €

    (inkl. 20% Ust)

  • Kathrin Kirchheiner

    Assoc.Profin.Priv.Dozin.Maga. Dr in.Kathrin Kirchheiner

    Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin, Psychoonkologin an der Universitätsklinik für Strahlentherapie, Medizinische Universität Wien.

    Lehrbeauftragte der MUW, Projektleiterin Psychoonkologische Forschung, internationale Vortragstätigkeit.

    Schwerpunkt Nebenwirkungen und Lebensqualität Radioonkologie, Sexualität, Lebensende und Krisenintervention.